6 Gründe, warum Zone Diät 40-30-30
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Bedeutung der Omega-3-Fettsäuren


Omega-3 und 6-Fettsäuren und die Rolle der Eicosanoide
Omega-3-Fettsäuren sind für die Funktion von Nerven, Muskeln und Augen unentbehrlich. Ihnen wird eine präventive Wirkung unter anderem bei kardiovaskulären Krankheiten zugesprochen. Sie sind von fundamentaler biologischer Relevanz für den Eicosanoid-Stoffwechsel aller lebenswichtigen Organe sowie wichtige Bausteine der Zellmembranen und der Gewebshormone. Eicosanoide wiederum sind hormonähnliche Substanzen, die auf verschiedenste Weise auf Organe und Prozesse im Körper einwirken. Sie regulieren Entzündungen, Gehirn- und Herz-Kreislauffunktionen sowie das Immunsystem. Fettsäuren befinden sich in allen Zellmembranen und in einer Reihe von Zellbestandteilen und regulieren dort ähnlich wie Hormone Zellfunktionen.

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Omega-3-Fettsäuren sind somit ein Regulator der Hormongruppe der Eicosanoide. So beeinflussen auch sie deren Funktion. Aus den Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) gebildete Eicosanoide bezeichnet Dr. Barry Sears als "gute" Eicosanoide. Sie haben gerinnungshemmende Eigenschaften und erweitern die Gefäße. Dies wirkt sich beispielsweise positiv bei Herzkreislauferkrankungen aus. Zusätzlich haben diese Hormone entzündungshemmende Effekte, was sich wiederum bei Erkrankungen wie der Atherosklerose bemerkbar macht. Hingegen werden Eicosanoiden, die aus der Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure (AA) entstehen, „schlechte" Eigenschaften zugesprochen: Sie fördern die Gerinnung und damit die Gefahr von Thrombosen und wirken entzündungsfördernd auf die Zellen.

 

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Dies bedeutet jedoch nicht, dass ausschließlich Eicosanoide mit eher positiven Eigenschaften gebildet werden sollen. Wichtig für das körperliche Wohlbefinden ist vielmehr, ein Gleichgewicht der Eicosanoide zu erreichen. Aus diesem Grund wird empfohlen, das Mengenverhältnis von EPA/DHA und AA zueinander über die Nahrungsaufnahme zu beeinflussen: Die Aufnahme von AA sollte daher in der Regel verringert, die von EPA und DHA erhöht werden.

Schützende Omega-3-Fettsäuren und stille Entzündungen
Eine große Anzahl wissenschaftlicher Untersuchungen belegt die positiven Schutzfunktionen einer ausbalancierten Ernährung mit der richtigen Menge an Omega-3-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren werden als wichtige Faktoren für die Reduktion kardiovaskulärer und inflammatorischer Krankheiten angesehen: Sie wirken positiv auf den Stoffwechsel, verbessern Organfunktionen durch die Prävention von Atherosklerose und haben eine anti-inflammatorische Wirkung. Als sinnvoll hat sich außerdem ein Einsatz zur Prävention und Therapie verschiedener kardiovaskulärer Krankheiten wie Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkt erwiesen.

Dies liegt nicht zuletzt an ihrem positiven Einfluss auf eine vermehrte Produktion entzündungshemmender Eicosanoide. Umgekehrt kann eine falsche Ernährung stille (subklinische) Entzündungen verursachen. Sie entstehen laut Dr. Barry Sears dann, wenn folgende Faktoren zusammenspielen und das hormonale Gleichgewicht aus der Balance bringen: übermäßige Aufnahme von Kalorien und Omega-6-Fettsäuren, ein unausgewogenes Verhältnis zwischen Kohlenhydraten und Eiweißen sowie eine zu geringe Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren. Unbeachtet kann dieser Zustand die Entstehung chronischer Erkrankungen begünstigen.

Aufgrund ihres unbemerkten Fortschreitens werden ernährungsinduzierte Entzündungen oft erst bemerkt, wenn sie bereits zu ersten Schädigungen an inneren Organen geführt haben. Dr. Barry Sears hat im Rahmen seiner wissenschaftlichen Forschungen gezeigt, dass diese Schädigungen Auslöser für chronische Erkrankungen sein können, darunter Adipositas (Übergewicht), Diabetes Typ 2, koronare Herzerkrankung und rheumatoide Arthritis. Im Gegenzug bedeutet dies, dass eine antientzündliche Ernährungsweise wie die Zone-Diät das Entstehen von so genannten stillen Entzündungen verhindern und bestehende Entzündungen günstig beeinflussen kann. Nahrungsmittel werden dabei letztlich wie Medikamente behandelt: Exakt eingenommen erzielen sie den gewünschten Effekt auf die Hormone.

Ein weiterer Verbündeter in der Vermeidung stiller Entzündungen sind Polyphenole, d.h. fotochemische Substanzen, die Obst und Gemüse ihre Farbe geben. Je kräftiger die Farbe eines Nahrungsmittels ist, desto größer ist der Polyphenolanteil. Auch Olivenöl, das Dr. Barry Sears als wichtigstes Speiseöl empfiehlt, enthält Polyphenole.